29. Juni 2017

Erstens kommt es schlimmer und zweiten als man denkt.

Nachdem ich ein Großteil meines Daseins in Spanien verbringe, wurde ich des öfteren von der hiesigen Tierwelt verärgert.
Man denke nur an die Mäuse die bei uns im Stall die wildesten Orgien feierten, oder an die dicke Ratte Berta welche die Lieblingswurst von Maria Paz stibitzte.
Auf die unzähligen Spinnen und Ameisen, die in schöner Regelmäßigkeit Maria Paz in Angst und Schrecken versetzen, will ich hier gar nicht eingehen. Obwoooohhl gestern, mit den hunderten von beflügelten Ameisen im Schlafzimmer….. ach lassen wir das.

Bis heute war ich der Meinung, das schlimmste Tier auf der Welt ist der „gemeine“ Maulwurf bzw. die „gemeine“ Maulwürfin.
Beim Anblick der Arbeitsleistung dieser Tierart in unserem Garten, in Form von unzähligen turmhohen Hügeln, wäre ich fast in einer ewig andauernden Ohnmacht gefallen.
Nie, nie hätte ich gedacht, dass es Viecher gibt die schlimmeres anrichten können.
Seit heute weiß ich, es gibt sie.
Wildschweine (lat. Sus scrofa )!!!!!

wildschwein

Kein Bulldozer kann eine Wiese effizienter umgraben wie diese Wildsäue.

Unsere Wiese ist jetzt gesprenkelt mit großen und kleineren Wühlflächen.
Das Gras unten, die Narbe oben.

Mit bescheidenem Erfolg habe ich einen ganzen Tag versucht diese Flächen wieder zu ebnen. Einen weiteren Tag verbrachte ich mit einer Randverbauung, wie man sie nur in den Favelas von Rio sehen kann, um den Säuen und Ebern den Zutritt zur Wiese zu erschweren.

Ob das Erfolgreich sein wird? Warten wir’s ab.

20170629

Ach wenn es mir schwer fällt, muss ich gestehen, dass ich solche Schäden, allerdings örtlich begrenzt, schon vor Monaten gesehen habe und nur eine Erklärung dafür hatte: das war der mir unbekannte liebe Nachbar und Eselzüchter von nebenan. Wer auch sonst.
Immerhin naheliegender, als die Meinung von Maria Paz. Sie machte Kühe – Kühe!, dass ich nicht lache – dafür verantwortlich.