2016

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 Jahresrückblick 2016

Wie bisher immer, haben Maria Paz und ich erfolgreich unseren Vorsatz gebrochen nur sechs Monate das spanische Ambiente zu genießen.

Ich wäre kein Schiffer, wenn ich dafür nicht die passende Ausrede parat hätte.

So muss dieses mal unser kleines Ferienhäuschen dafür herhalten.

Dieses wurde im Mai zu unseren vollen Zufriedenheit und weitaus schöner, als wir uns das vorstellen konnten, fertiggestellt.

Im Prinzip wurde hinter dem alten Gemäuer ein neues Haus gebaut. Mit nun 80 cm dicken Wänden brauchen wir uns keine Sorgen machen, dass uns mal das Dach auf dem Kopf fällt.

Sorgen bereiten mir nur die 20 Fenster. Wer wird sie putzen?

Da weitgehend die vorhandenen Möbel den Holzwurmgöttern als Feueropfer zugeführt wurden, mussten wir das Haus fast vollständig neu möblieren.

Was wir nicht bei IKEA oder bei einem Altmöbeltandler gekauft haben, durfte ich restaurieren.

Noch heute schwebt der betörende Duft von Dieselöl, mit dem ich den schränkemordenden Holzwürmern den Garaus gemacht habe, durch Flure und Räume.
Beim Zusammenschustern von Küche, Betten und Kleiderschränken machte sich meine jahrelange Erfahrung mit Lego-Bausteinen bemerkbar. Andernfalls wäre ich schnell an die Grenzen meiner technischen und logischen Kompetenzen gestoßen.

Obwohl ich Plastikschrauben dahinein gedreht habe in dem eigentlich Metallschrauben gehörten, ist das Bett eines jungen Paares noch nicht in sich zusammen gefallen. Warten wir es ab.

Und welch ein Wunder, auch die 32 Lampen, die ich teilweise umverdrahten und installieren durfte, leuchten und hängen noch.

Etwa zeitgleich mit der Inbetriebnahme unserer Casa im Juni, hat Adrian seine langjährige Studentenlaufbahn erfolgreich beendet. Jetzt Jobt er im Autobauerland Österreich (Graz).

Solltet die Antriebsbatterie an Eurem BMW i8 kränkeln, kann man Doktor Adrian nach einer passenden Therapie zur Wiederbelebung des Akkumulators befragen.

Sohn Christian, der nach eigener Aussage nichts kann aber alles macht, hat eine dreiteilige Dokumentation (a’45 Minuten) über Computerspiele erstellt. Diese wurde von ZDF Kultur im Januar zur Gamer – Primetime (23:30 Uhr) ausgestrahlt und bereits wiederholt.

Da er, wie gesagt, nichts kann, hat er, neben anderem, das Drehbuch geschrieben und die Regie für diese Doku geführt. Als Filmemacher hat er nun eine weitere Einnahmequelle neben den Jobs als Radioplauderer, Schreiberling, Herausgeber und Verleger erschlossen.
Dem Finanzamt freut’s.

Zur unsere größten Freude kam im Juni unsere Ariana Judith zur Welt. Endlich haben Maria Paz und ich es geschafft. Endlich sind wir Oma und Opa.

Ariana ist schon ab Geburt klüger als Einstein in seinen besten Jahren, schöner als alle Miss Universen zusammen und von einwandfreiem, weil päpstlichen Charakter – was auch immer das sein mag -.

Kurz, ganz der Opa.

Als stolzer Opa folge ich nun klaglos der Oma in alle Kinderläden auf der Suche nach dem schönsten rosafarbenen Kleidchen. Es gibt so süße und putzige Kleidchen hier in Spanien, da bekommt man Lust auf mehr Enkelchen. Das noch zwei, drei folgen müssen, dazu haben wir Astrid und Damian verpflichtet.

Im Oktober jährte sich zum 40 mal der Tag meines großen Glücks. Ja, so ist es, Maria Paz und ich sind nun seit 40 Jahren verheiratet.

Dem Ereignis entsprechend haben wir eine viertägige Hochzeitsreise
– ein Tag für jedes Jahrzehnt – in die (La) Mancha gemacht. Dies ist die Gegend in der Don Quichotte seine erträumten Abenteuer überstand.

Wenn jemand meint, dass ich deshalb in die (La) Mancha wollte weil auch ich 40 Jahre gegen Windmühlen, sprich Frauenlogik, gekämpft habe und auch, oder deshalb, ein Ritter von trauriger Gestalt bin, der irrt, zumindest in Bezug auf die traurige Gestalt.

Wie man sieht, war das bald vergangene Jahr für uns voller Freuden und Glück.

Das dies im kommenden Jahr auch so ist, wünschen wir uns.

Auch Euch wünschen wir dieses Glück.

Ariana MariaPaz Helmut