20. bis 24. September 2016

La Mancha Rundreise

Endlich konnten Maria Paz und ich unser Geschenk, welches wir zu Weihnachten 2014 von unserem Nachwuchs erhalten haben, einlösen.
Es war ein Gutschein für zwei Übernachtungen in einem Hotel in Aranjuez.
Aranjuez hat, wie fast jedes Städtchen in der Mancha, rund 30 Tsd. Einwohner.
Es unterscheidet es sich von den anderen Ortschaften durch einen riesigen Park und einem großen Schloss mit abseitigem Lustschlösschen.
5-20160921-10325_ex1_Rundreise_LaMancha_AranjuezWas den Park besonders und, zumindest in Spanien, berühmt macht ist, dass sich dieser in einer öden und trockenen Landschaft befindet, ist so quasi Oasen ähnlich.
Maria Paz war von den ausführlichen Besichtigungen von Park, Schloss und Lustschlösschen nicht abzubringen.
Gut, der Park hat schon imposante Bäume und viele sprudelnde Brunnen, aber das war’s auch schon.
5-20160920-10307_ex1_Rundreise_LaMancha_AranjuezDas Schloss bot einen Einblick in die Geschmäcker der Königs. Mein Gott, da waren Zimmer die waren so was von hübsch, hässlich da blieb einem die Spucke weg. – Gott sei dank, sonst hätten die Zimmer auch noch den passenden säuerlichen Geruch gehabt -.
Das Lustschloss war komisch. Für den Abbau der Lust mussten Königs in den Park gehen oder sich zum Schloss chauffieren lassen, denn es gab und gibt in dem Lustschloss keine Betten.
Für die Kraftaufnahme „danach“ war warten angesagt, denn das Essen musste, wegen dem Fehlen einer Küche, vom Schloss angekarrt werden.
Neben den Besichtigungen von Park, Schloss und Lustschlösschen musste natürlich noch die Altstadt begangen werden.
Was waren wir froh, dass wir uns abends um 20 Uhr mit wundem Geläuf auf Bett werfen konnten.

Nach zwei Tagen ging es weiter nach Alcazar de San Juan.
Hier haben wir für eine Nacht in einem ehemaligen Kloster übernachtet.
5-20160922-10357_ex1_Rundreise_LaMancha_Consuegra_MariaPaz_HelmutVon Alcazar aus besuchten wir die Mühlen, welche aus den  einschlägigen Reiseprospekten über Spanien bekannt sind, in Consuegra und Campo de Criptana.
Man muss sagen, die alten Müller haben einen besseren architektonischen Geschmack gehabt, als die heutigen Eneriepanscher mit ihren Spargel ähnlichen Windquirls.
Die Mühlen sind so was von schön. Allerdings, hat man eine gesehen, hat man alle gesehen. Nur die Anzahl der Mühlen auf einem Bergrücken variiert.
Viele Berge hat La Mancha nicht.
Eigentlich ist La Mancha so platt, dass die Niederlande dagegen als Bergland gelten kann. So weit das Auge reicht und weit darüber hinaus Felder, Felder und nicht als Felder. Große Flächen sind als Monokultur angelegt. Auf ihnen wachsen Getreide, jede Menge Wein – da fragt man sich unweigerlich, wer will das alles trinken, nachdem Jürgen von den Engelein abgeholt wurde – und Oliven.
Mit dem Blick auf den steinigen, trockenen Boden, erscheint es als ein Wunder, dass hier statt Dornengestrüpp, Kulturpflanzen wachsen können.

Die letzte Nacht verbrachten wir in Avila, eine Stadt mit einer imposanten Stadtmauer. Glück hatten wir mit unserem Hotel. Das letzte Zimmer haben wir ergattert, ganz nahe am Stadtzentrum mit einem Parkplatz fürs Auto direkt vor der Türe. Schiffer muss man heißen! Da wir die Stadt schon kannten, haben wir uns nur das Nötigste angesehen und konnten unsere geschundenen Füße für die Heimreise regenerieren.

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