7. März 2016

Das Heizungsventil

Das Wetter ist schon eine Zeitlang beschiss… Viel Regen wechselt mit kurzen Phasen von Sonnenschein ab. Temperaturen von ca. 5 Grad Celsius sind auch nicht dazu angetan das Blut in Wallung zu bringen.
Klar, dass bei solchen Bedingungen unsere Etagenheizung die Lust zur Arbeit, zumal am Wochenende, verliert.
Schnell waren dann in der Wohnung gemütliche 16 Grad. Die ich mit doppelten Socken, drei Pullover, zwei Decke und einer Wärmeflasche im Wohnzimmer genoss.
Maria Paz empfand diese Temperaturen saharamäßig, wenn sie einen haben würde, sie wäre mit einem Stringtanga durch die Wohnung gehüpft.
Wobei die Aussicht auf eine nachhaltige Verringerung der Heizkosten zu ihrem Realitätsverlust führte.

Als Heizungsexpertin war ihr klar, das der Austausch eines undichten Ventils am Heizkörper mindesten 800 Euro kosten wird, da konnte ich mit meiner Einschätzung in Höhe von 30 Euro nicht gegen anstinken.

Einen Tag später war ich, angesichts des Höllenlärms der von der trocken laufenden Heizungspumpe ausging, nicht mehr von meiner Kostenschätzung überzeugt. Diese Erkenntnis konnte ich aber gut für mich behalten, denn ich wollte ihr den Triumph über mich und meiner Schätzung nicht gönnen.

So war meinerseits viel Diplomatie, Frauenverständnis und mein schauspielerisches Talent wie für eine Reality Soap mit dem Titel „Antarktis – Tod eines Superhelden“ gefragt, um sie davon zu überzeugen, dass eine Reparatur der Heizung für diese Wohnung und für meine Gesundheit, wegen meines fortgeschrittenen Alters, durchaus noch eine sinnvoll Investition ist.

Wiederwillig rief sie dann am Montag doch einen Heizungsinstallateur an. Dieser kam umgehend und nach getaner Reparatur verschwand genauso schnell wieder.
Kosten für eine Minute Arbeit, null Euro.

PS.: das Ventil wurde (vorläufig) nicht ausgetauscht, da bei funktionierender Heizung sich der Agregatzustand des austretenden Wassers in Dampf verändert und so keine nenneswerten Schäden verursachen kann.

Ein Gedanke zu „7. März 2016

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