11. Oktober 2015

Terminieren wir uns bald selbst?
Der Aufstieg der Maschinen –

..was passiert, wenn die Maschinen ein zu großes Eigenleben entwickeln?
Was, wenn der Mensch die Kontrolle über die Technologie verliert?
Muss den Maschinen eine Ethik einprogrammiert werden? Und wenn ja, welche?
Oder ist es besser, sie so dumm wie möglich zu halten?

Über diese Fragen diskutieren Christian Schiffer, Autor Dr. Hans-Arthur M. und Dr. Janina S, Philosophen von der Universität Kiel.
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Gestern habe ich mich eine geschlagene Stunde, gefühlt waren es drei – eine Präsidiumsdiskussion über intelligente Maschinen im Lifestream anhören/ansehen dürfen/müssen.
Der Diskussionsleiter und Stichwortgeber hierbei war mein Erstgeborener.

Ich, ein bekennender Praktiker musste mir anhören wie Philosophen über intelligente Maschinen philosophieren. Wobei ich mir fast sicher bin, dass diese Philosophin und dieser Philosoph bisher nur Staubsaugroboter in Aktion gesehen haben.

Rein „philosophisch“ betrachtet, können intelligente Maschinen nicht böse sein. Böse oder dumm – dumm dann, wenn es sich um VW Programmierer handelt – sind nur die Menschen die diese Maschinen programmieren.
Man darf davon ausgehen, dass irgendwann mal eine Maschine, als Handlanger des Programmierers, mal was hochgehen lässt.
Wobei.. wenn die US amerikanischen Drohnen mal was zum hochgehen fallen lassen, dann dient das dem Frieden. Oder?

Die Geschichte zeigt uns, dass alles was die Menschen erfanden sich später auch für das Schlechte nutzen lässt. So wurde aus dem Hebel ein Baseballschläger, aus dem Rad ein Panzer, aus dem Schwarzpulver eine Pistolenkugel, aus dem Feigenblatt ein Stringtanga äh… Kopf kratz, aus dem GPS eine Völkerwanderung und aus dem Buchdruck wurde der Kindle Reader.
Ach, die Liste lässt sich bis fast ins Unendliche verlängern.

Natürlich durfte das selbstfahrende Auto bei der Diskussion nicht fehlen. Eine Spielwiese für alle Philosophen und Philosophinnen.

Bei der sich hier entwickelten Diskussion, gefiel mir besonders, dass die selbstfahrenden Autos für bestimmten kritischen Situationen so zu programmieren seien, das diese statt eine Gruppe von Kindern auf der rechten Seite die alte Oma auf der linken Seite überfahren sollen.

Von dem alten Opa war nie die Rede. Der geniest wohl Artenschutz.

Übrigens, vor Beginn der Diskussion wurde die Frau Dr. Phil. (ganz meine Kragenweite) von Christan galant, charmant und sensibel dem Publikum mittels einer Präsentationsfolie vorgestellt.
Die Folie zeigte eine Katze die sich ihre Krallen schärfte.
Nun ja, wie heißt es so schön: der Apfel fällt nicht weit vom Vater.

Auf einer anderen Folie zeigte Christan einen Blumenkohl. Ich bin mir ganz, ganz sicher, dass hunderte Generationen von Philosophen darüber philosophieren werden, was der Blumenkohl mit dem Thema „autonome Intelligenz von Maschinen“ (so der von mir ins verständliche übersetzte Titel der Veranstaltung) zu tun haben könnte.