26. bis 28. Oktober 2014

Zu Besuch bei den Basken.

Da Töchterchen Astrid mit ihrem Urlaub besseres vorhatte als irgendwo hin zu fahren und einen Hotelgutschein einzulösen, durften Maria Paz und ich einspringen und für wenig Geld einen Kurztrip machen.
Maria Paz hatte sich für das Baskenland entschieden. So 40, 45 mal sind wir hier durchgerast um schnell am Ziel, München oder Posada de Llanera, zu sein.
Jetzt hatten wir die Möglichkeit in Ruhe das anzusehen was uns bisher entgangen war.

26.10.2014
Bislang dachte ich, das Bilbao s141026_00010_PIC_ex2_Bilbaoich mit Duisburg streitet wer schmutziger und hässlicher ist.
Auf den von mir vergebene Titel „Ugliest City in Europe“ darf nun alleine Duisburg stolz sein.
Bilbao hat es geschafft sich richtig gut aufzuhübschen.
Natürlich ist das architektonische Knitterkustwerk „Guggenheim-Museum“ der große Hingucker in Bilbao. Es ist wirklich bemerkenswert und -für mich- schön.
Auch die Altstadt, die sich entlang der Ria (Bucht) de Nervión zieht ist sehenswert. Bei hochsommerlichen Temperaturen war die Tour per Pedes durch die nicht all zu große Altstadt anstrengend. Von der Hitze begannen unsere Socken zu qualmen. Folgerichtig wurde uns deshalb der Zugang in dhotel-de-playa-en-zarautzas Innerste des Guggenheim-Museums verwehrt -wo ich doch sooo gerne die Bilder hätte anschauen wollen.
Weiter ging es Richtung San Sebastián nach Zarautz, wo wir im gleichnamigen Hotel übernachteten.

27.10.2014
Wunsch war es von Maria Paz mal das Städtchen Hondarribia zu besuchen. Es sei doch nur 20 KM vom Hotel entfernt und gut über die Landstraße zu erreichen.
Aus den 20 KM wurden 50 und die Landstraße entpuppte sich als besserer ausgebauter Feldweg und verlief teilweise gefährlich nahe an der Abruchkante der Steilküste. Noch immer sehe Ich die verängstigten weit aufgerissenen Augen von Maria Paz vor mir, als sie bemerkte, dass das Sträßchen nicht mit Leitplanken gesichert war.
Ich mache es kurz. Hondarribia, eine alte Festung, ist wirklich, wirklich schön. Stadtmauer, Altstadt, Castel, große Kirche, Fischerviertel, Hafen, Berge, hat alles was das Touristenherz begehrt.

Zur Mittagszeit fuhren wir nach San Sebastián.
Ganzheitlich schmücken schöne Gebäuden aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert die Stadt.
Eine herausragende Sehenswürdigkeit bietet die Stadt allerdings nicht, wenn man vom Strand und die Promenade absieht.
Bevor mir Wadenkrämpfe ein Weiterlaufen unmöglich gemacht hätten, haben wir uns auf den Rückweg zu unserem Hotel gemacht.
Nach eine kurzen Erholungspause kam der Höhepunkt für Maria Paz.Arguinano

Wir gingen zu dem Restaurant von Carlos Arguiñano unweit von unserem Hotel.
Hier konnte sie den Carlos in den Arm nehmen und ihr schönstes, schmachtendes, anhimmelndes Lächeln schenken. Carlos nahm dies ziemlich versteinert hin, denn Maria Paz musste sich mit eine Statue von ihm zufrieden geben.

Arguiñano ist Fernsehkoch und nebenher der Schwarm aller sechzig bis achtzig jährigen Mädchen.
Obwohl ich kaum ein Wort von dem verstehe was er so beim Kochen plappert, aber angetan von seinem Witz und Charme bin auch ich.

Ein kleiner Spaziergang durch das kleine und reizvolle Zarautz rundete den Tag ab. Hier in Zarautz wurde mir klar gemacht, dass wir nicht in Frankreich oder gar in Spanien weilten sondern im Baskenland. Das dies so ist, konnte man auch an den Fahnen sehen die zum Verkauf auslagen. Keine Trikolore, keine spanische Flagge war zu sehen, dafür aber, neben der Fahne von Katalonien, Schwarz-Rot-Gold.
Guernica war vorvorvorgestern.

28.10.2014
Früh ging es zurück Richtung Heimat. Was für Maria Paz „Carlos Arguiñano“ ist für mich die Schwebefähre (Puente de Vizcaya) in Bilbao-Portugalete . Also wurde nochmals Bilbao angesteuert um das Wunderwerk der Technik (Weltkulturerbe) von 1893 zu bewundern. Mich erschließt sich zwar der S141028_00004_PIC_ex1_Puente colgante de Portugaleteinn dieser Fähre nicht. Klar, sie transportiert Dinge von rechts nach links und umgekehrt aber das kann ein Schiffchen billiger. Die Stahlfachwerkkonstruktion (160 Meter lang) in hängebauweise aufgelegt auf zwei Stützrahmen (45 Meter hoch) ist einfach schön, so schön wie der Eiffelturm.

Nach meinem Höhepunkt der Reise ging es weiter zu einem kleinen Strand bei Andrín zum Plastikkisten klauen und von da aus nach Llanes.
Auch hier ein kleiner Rundlauf durch Altstadt, vorbei an dem Hafen und den Leuchtturm knipsen, Kuchen kaufen, zurück zum Auto.

Endlich wieder zu Hause und die schmerzenden Beine hochgelegt.