18. August 2014

Lili quitscht wieder.
Unsere liebe Lili, ach die ist so was von süß, ist offensichtlich eine Katze in einem Federkleid denn, man sagt Katzen sieben Leben nach.

Erst ist Lili dem Kochtopf entkommen, weil Maria Paz, statt ihrer, dass falsche Huhn hat köpfen lassen. Damals gab es noch keine so aussagekräftige Namen wie Lili (links die) oder Reli (rechts die) für die Hühner, da hieß es nur: „nimm das alte Huhn das keine Eier legt“.

Eine große Eierlegerin war und ist Lili noch immer nicht, eigentlich ist sie überhaupt kein eierlegendes Huhn. Diese Tatsache verstärkt meine Vermutung, dass es sich bei Lili um eine Katze handeln könnte.

Mitte Mai hatte ich schon die Schaufel rausgesucht um für Lili eine schöne Grabstätte zu schaufeln. Aber mit Liebe, Kohletabletten, Reis und Maden suchen, haben wir Lili wieder hin bekommen. Im übertragenem Sinn hat sie mindestens hundertzwanzig Kilo abgenommen. Nach der krankheitsbedingten Schlankheitskur konnte sie wieder laufen statt watscheln und sogar auf die Mauer fliegen.

Was sie jetzt hatte, wissen wir nicht. Jedenfalls hat sie 10 Tage nicht, aber wirklich nichts gepickt. Hat sich immer wieder übergeben und machte merkwürdige Zuckungen mit dem Hals.

Sie war total apathisch und gab kein Laut von sich.  Wie haben wir ihr Quitschen, ähnlich einer alten von Würmern zerfressenden Tür, nur im Ton wärmer und liebevoller, vermisst.
Mit uns schmusen war schon mal gar nicht drin.

Mit Lili zum Tierarzt, hier auf dem Dorf! Der Tierarzt hätte für Frauchen sofort eine Überweisung für eine Klappsmühle ausgestellt.
Hier werden kranke Hühner noch mit dem Beil behandelt.

Vorsorglich bleibt die Schaufel in Bereitschaft und die Grabstätte für Lili reseviert.

Ein Gedanke zu „18. August 2014

Kommentare sind geschlossen.