Umzug nach München

In Rheinhausen (1974 verlor diese Stadt ihre Selbstständigkeit an Duisburg) bin ich aufgewachsen, ging in Rheinhausen-Bergheim zur Schule „Langestrasse“ und fand bei Frid. Krupp Industrie und Stahlbau, einem Tochterunternehmen der Fried. Krupp AG, meine erste Anstellung nach meinem Techniker Abschluss.

Die Fried. Krupp AG war zur damaligen Zeit ein großer weltbekannter Konzern für Stahlerzeugung und Schweranlagenbau.
Wegen Erfolglosigkeit meiner Abteilung für Planung und Realisierung von automatischen Lageranlagen wurde diese im Jahr 1977 geschlossen.
Statt innerhalb von Fried. Krupp AG eine neue Aufgabe zu suchen, habe ich mich im ganzen Land beworben und mich für München und für die Firma MAN Logistik entschieden.

So sind Maria Paz und ich im Juni 1977 nach München aufgebrochen.
Bis zum Umzug in die Gudrunstraße 2 wohnten wir ca. drei Monate auf dem Campingplatz in Obermenzing.
Die ersten vier Wochen im Wohnwagen meiner Mutter bis Bruder Heinz diesen für seinen Urlaub benötigte, dann in einer 10 M² großen Holzhütte, ähnlich einem Hauszelt, ohne Stehhöhe und ohne Küche. Es war eine sehr schöne Zeit dort auf dem Platz.
Da Maria Paz in Rheinhausen noch unterrichtete, war sie mit Hündchen Anka nur während ihrer Ferien bei mir auf den Campingplatz.
So musste ich alleine eine Wohnung für uns suchen. Suchen bedeutet, vor der Druckerei der Süddeutschen, damals noch in der Sendlinger Straße, sich mit hunderten anderen Wohnungssuchenden um die ersten Exemplare der druckfrischen Zeitung mit den Immobilienangeboten zu schlagen, um dann schnell zum nächsten Telefonhäuschen zu rennen. Handys gab es damals noch nicht.
Ich hatte überraschend schnell Glück, was insbesondere meinem Arbeitgeber geschuldet war. Der Hausverwalter (Teutenberg) hatte ein Herz für Zuagroasda und nahm mich als Mieter für die Gudrunstraße.
Der Umzug von Rheinhausen, Hochemmericher Markt 1, nach München organisierte Maria Paz mit meiner Mutter.
Sie, mit unseren sieben Sachen in München angekommen, war mit meiner Wahl der Wohnung in Neuhausen sehr zufrieden. So zufrieden, dass sie eigentlich Neuhausen nicht verlassen wollte, erst recht nicht in Richtung Moosach.