29. Juli 2020

NICHTS GEHT ÜBER EIN FEHLERLOSES UND PASSENDES PANNENWERKZEUG (Folge 3 von 3).

(siehe auch Einträge vom 28. August 2019 und 14. Juli 2020)
Gestern wollte ich mit meinem erst vor kurzem gekauften Rennrad eine Runde fahren.
Bereits nach ca. 5 KM musste ich absitzen da die Luft aus meinem Vorderrad entwich. Für mich als routinierter Radler und geübter Flicker kein Problem, denn, aus Schaden wird man klug, hatte ich doch zwei Ersatzschläuche, eine neue Luftpumpe und eine ungeöffnete Tube Vulkanisierflüssigkeit (Kleber) dabei.
Schnell habe ich einen Ersatzschlauch genommen und wollte diesen für die Montage leicht mit Luft füllen, wie man das so tut. Aber, die neue Luftpumpe passte nicht zu den Ventilen meiner Ersatzschläuche. Es fehlte ein entsprechender Adapter.
Mir blieb also nichts anderes übrig als einen Sportkollegen anzuhalten und ihn um seine Luftpumpe zu bitten.

Nach vier Hüben haben wir den Schlauch unter den Mantel geschoben. Oh Schreck, die Ventile meiner Ersatzschläuche waren für die Carbon-Felge viel zu kurz.
Ein wenig überrascht und mit mitleidigem Blick ob meiner Dummheit übernahm der Sportkollege die weitere Reparatur. Für mich blieb nur noch die Beobachterrolle.
Mein Angebot den Originalschlauch mit meiner Vulkanisierflüssigkeit zu reparieren hat er dankend, nur er weiß warum, abgelehnt. Er bevorzugte seine selbstklebenden Flicken.
Gott sei Dank bin ich nicht ganz so blöd. Statt auf meine geplanten Tour weiter zu fahren, kehrte ich Richtung Heimat um.
Es fehlten nur noch zwei Kilometer, als die Felge wieder direkten Kontakt zum Straßenbelag hatte. Der selbstklebende Flicken hielt nicht was er sollte. Die Luft war raus und ich durfte den Rest des Weges schieben.