12. März bis 10. Mai 2020

Corona Pandemie

Am 28. Februar sind wir von unsere Reise aus Indien zurück gekehrt. Schon in Indien wurde Vorsorge gegen die Verbreitung des Corona-Virus getroffen. So waren Maria Paz und ich sensibilisiert und wollten deshalb möglichst schnell nach Spanien fliegen, in der irrigen Annahme hier die Pandemie mit unseren linken Pobacken aussitzen zu können.
So waren wir bereits 7. März in Posada und, was für ein Segen, was für ein Glück, am 10. beim Haarschneider. So blieb mir erspart das Maria Paz mir eine Glatze frisieren und ich damit in unserem Garten herumspazieren musste. Denn bereits am 12. März haben sich viele Spanier in ihrer Ahnungslosigkeit freiwillig in den häuslichen „Arrest“ begeben bevor am 14. von der Obrigkeit eine Ausgangssperre mit aller Härte und hohen Bussgeldern durchgesetzt wurde.
Angesichts der im Vergleich zu anderen Ländern, sehr vielen Infizierten und Toten war dieses Handeln im Großen und Ganzen notwendig (220.000 nachgewiesene Infektionen, über 26.000 Menschen die im Zusammenhang mit Covid-19 starben) .
Wie in einigen anderen Ländern Europas waren auch hier nur die Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken sowie Firmen und Behörden zur Sicherstellung der Versorgung und der Infrastruktur geöffnet. Nur eine Person eines Haushaltes durfte zum Einkauf in einem Geschäft in der unmittelbaren Nähe der Wohnung. Im Gegensatz zu Hunden durften Kinder nicht die Wohnungen verlassen. Sport und spazieren gehen waren gänzlich verboten. Autofahren war nur den noch arbeitenden Personen und zum Einkaufen erlaubt, in der Regel ohne Mitfahrer dafür aber mit Mund- und Nasenschutz, welcher, alleine im Auto sitzend, Sinn macht.
So kam es, dass geschätzt 90% der Einkaufenden Männer waren. Die Frauen durften/mussten die Kinder hüten, da Schulen und Kitas (und noch immer) geschlossen sind.
Endlich am 2. Mai, nach nur sieben Wochen eingesperrt sein, wurden die weltweit mit die schärfsten Beschränkungen ein wenig gelockert, trotzdem blieben die Restriktionen strenger, als sie in Deutschland je waren. .
In Llanera, als einwohnerschwacher Bezirk, durften die Kinder endlich das Haus verlassen. Auch war das Spazieren gehen erlaubt, allerdings muslimisch, vornweg der Mann und im gebührenden Abstand von zwei Metern die Ehefrau und beide mit teilweise verhülltem Gesicht.
Ich weiß nicht ob diese Verhüllung von „oben“ verordnet wurde oder ob die Spanier*innen diese schön finden.
Sport war nun auch möglich, durfte allerdings nur in Llanera ausgeübt werden. Somit konnte ich endlich meine Rolle, auf der ich versucht habe mich in Form zu halten, in die Ecke stellen.
Im übrigen Spanien sah die Lockerung ganz anders aus. So durften Kinder nur eine Stunde aus dem Haus. Sport durfte nur von acht bis zehn Uhr und von 20 bis 22 Uhr ausgeübt werden.
Über 70-zig jährige, dazu zählte ich, durften in der Zeit von zehn bis 12 Uhr spazieren gehen, die übrigen Altersklassen, dazu zählte Maria Paz, von 12 bis 20 Uhr.
Da sage noch einer die Spanier haben keine tollen Ideen.