9. bis 14. September 2019

Main Tour 2019 von Kulmbach nach Würzburg

Es wurde wieder Zeit eine Weintour entlang des Main zu machen. Leider hat unser Biertrinker Anderl sich darum gedrückt. Für eine stichhaltige Ausrede hat er sich extra unter den Rädern einer älteren Autofahrerin geworfen und behauptete, dass es mit einer Vielzahl von offenen Knochenbrüchen und mit Krücken schlecht zu radeln sei. Nun ja, Sepp, Jürgen und ich haben dies widerspruchslos hingenommen und uns ohne ihn auf dem Weg gemacht.

Unsere Tour begann, wie sollte es auch anders sein, mit einem Besuch des Kommunbräu in Kulmbach.
Von Kulmbach ging die erste Etappe nach Bamberg.
Etwas voreilig hat mein exzellentes Aldi-Fahrrad mit lauten, mit einem sehr lauten Knall seine Freude (Luft) über die glückliche Ankunft in Bamberg ausgedrückt. Schiebender Weise haben mein Rad und ich nach drei Kilometer eine Reparaturwerkstatt (für alle die eine ähnliche Situation erleben dürfen, es war BOC-Bike) erreicht. Für 28 Euronen, oder waren es 24 ?, bekam mein Radl hinten einen neuen Schlauch sowie einen neuen Mantel, dies inklusive Montage. Auch der Rat des Monteurs den Reifen mit nicht mehr als sechs Bar, statt acht, aufzupumpen konnte mich nicht trösten, dass mir kein Skonto gewährt wurde.
Kulinarisch wurden wir am Abend in „Scheiner‘s am Dom“ verwöhnt. Unser Jürgen hatte noch drei Tage mit der Verdauung des sicher drei Mal wieder aufgewärmten und fetttriefenden Ente zu tun. Ungerechterweise wurden die Enten von Sepp und mir nur nur zweimal aufgewärmt, auch hatten sie weniger Fett aufzuweisen, aber der Preis war der Selbe.
Unser Anspruch auf Kultur haben wir mit dem Besuch des Bamberger Doms krönen wollen. Der Wille war da, aber auch die I-Dötzchen. Einmal im Jahr ist morgens der Dom für Besucher geschlossen, eben dann, wenn die Einschulung der Erstklässler ist. Glück muss man haben.
Weiter ging es nach Schweinfurt, die letzten Kilometer mit GPS Unterstützung.
Mein GPS wollte immer zur Hauptstraße, da dies der kürzere Weg ist. Den Willen meiner Kumpels erahnend blieben wir auf den recht schönen Fahrradweg entlang des Mains. Stolz bin ich noch heute darauf, dass sie nicht bemerkten, dass ich den Weg zum Hotel mehr oder weniger erahnte; auch konnte ich das Display ohne Brille nicht lesen.

Im Gasthof Mangold, mit dem Slogan „die Frühstückmeisterei“ haben wir übernachtet.
Für unseren Sepp war die Inhaberin ein Albtraum. Obwohl Sepp ein Routenplaner par excellence ist, wie er oft genug bewiesen hat, hat er mit ihr seinen Meister gefunden. Es gab nichts was sie im weiteren Umkreis nicht kannte und dies uns auch wortreich mitteilte. Sie reservierte für uns Restaurants und Übernachtungen. Es war ein wenig zu viel des Guten.

Über Volkach fuhren wir nach Sommerhausen.
Am Ortseingang von Volkach besuchten wir die Kirche „Maria im Weingarten“. Die Kirche ist bekannt für das Werk „Madonna im Rosenkranz“ von Tillmann Riemenschneider.
Skeptiker wissen nun: wir trinken nicht, wir tun nur was für die Bildung.
In Sommerhausen übernachteten wir im Hotel „Sonnenhöfle“.
Nach einem abendlichen Besuch im einem Bier- beziehungsweise Weingarten (Oechsle & Brix) kann ich mich nur noch schwach an Sommerhausen erinnern. Aber es ist, so glaube ich, ein nettes Städtchen.

Von Würzburg traten wir die Rückfahrt an.
Die deutsche Bundesbahn tat alles dafür, das wir eine kurzweilige Fahrt hatten.
So hatten sie gefühlte tausend Fußballfans aus Frankfurt in unserem Waggon gezwängt, damit wir nicht mit unseren Rädern umfallen konnten.
Auch wurden wir aufs Beste verbal unterhalten. Umsonst konnten wir Gras schnuppern und einen Schwimmkurs auf der Toilette absolvieren, vorausgesetzt das man diese erreichte.