07.08.2022

Auf dem Trockenen

plötzlich, wie aus dem heiteren Himmel, hatten wir eines Abends kein Wasser.
Eine akribische Suche in der Dunkelheit rund um das Haus ergab keinen Hinweis auf ein Wasserrohrbruch. Am Morgen gab es noch immer kein Wasser und dies sollte 32 Stunden so bleiben.
Wie Maria Paz aus gut informierten Kreisen und im Detail erfahren hatte, sollte irgendwo was kaputt und durch die Reparatur noch kaputter gegangen sein.
Im Gegensatz zu der Mehrheit von 16500 Einwohnern, die in Wohnungen wohnen und auf das begehrte Nass verzichten bzw. bei der Feuerwehr abholen mussten, hatten wir es in unserem Haus noch gut.
So durfte/musste ich mich zwei Tage nicht waschen und mit – ausnahmsweise – Segen von Maria Paz mich meiner Flüssigkeit im Garten erleichtern. Für das Reinigen der Toilette nahmen wir Wasser aus der Regentonne, was bei der derzeitigen Trockenperiode den Pflanzen missfiel.
Da ich, wie allgemein bekannt sehr vorausschauend agiere, hatte ich zwei Kanister a’ 3 Liter Mineralwasser, die eigentlich für meine Radtouren gedacht waren, Maria Paz zum Kochen überlassen. Diese Großzügigkeit fiel mir leicht, da ich wegen der fehlenden Duschmöglichkeit sowieso nicht Radfahren konnte.
Als das Mineralwasser verbraucht war, fuhren wir zu einem Brunnen und füllten die Kanister auf.
Zurück beim Haus plätschert langsam aber kontinuierlich das Wasser wieder aus der Leitung.