Asturien
Die spanische Provinz, wird im Norden durch den Atlantik, genauer
durch die Biskaya-Bucht , und Süden von den Picos de Europa
abgegrenzt.
Vom Atlantik her
ziehen sich die Berge bis in das Landesinnere.
Ca. 30 bis 40 KM von der zerklüfteten Steilküste mit den vielen
kleinen Sandbuchten entfernt, erreichen die Berge der Picos de
Europa eine Höhe bis zu 2800 Metern.
Hierdurch bedingt findet man enge Täler und viele kurze, steile
Anstiege vor.
Auf lange Anstiege braucht aber nicht verzichtet zu werden, wenn
man einige der bis über 1500 Meter hohen Pässe erzwingt.
Aber Vorsicht, Steigungen von bis 23,6 % ! (Alto del Angliru -
berühmt und berüchtigt von der Vuelta 1999und 2000) können
schon drin sein.
Die Strassen, auch die Nebenstrassen, sind im allgemeinen in
einem guten Zustand.
Bis auf wenige Hauptverkehrsadern ist der Fahrzeugverkehr gering
und nicht störend.
Die
Temperaturen betragen im August an Sonnentagen ca. 28° bis 32°
C, meistens bei geringer Luftfeuchtigkeit.
Häufig ist die Sonne durch Wolken oder Dunst verdeckt, dann
betragen die Temperaturen 25° C.
Die Sonne durchdringt den Dunstschleier meistens zwischen 12 und
13 Uhr.
Mit Regen ist zu rechnen, meistens in Form von Nieselregen.
Dieser Regen trägt dazu bei, daß die Küste von Asturien auch
Costa Verde, die grüne Küste, genannt wird und somit nicht der
landläufigen Vorstellung von einem sonnigen und trockenen
Spanien entspricht.
Bedingt durch das feuchte Klima ist die Vegetation sehr üppig.
Artenreicher Waldbestand mit Buchen, Eichen, Tannen, Kastanien
und vielen Eukalyptushainen wechseln mit landwirtschaftlich
genutzten Flächen ab.
Neben Stahl, Eisen und
Bergbau prägt die Viehwirtschaft das Land.
Der erste Eindruck von Asturien wird von der Industrie, mit allen
seinen Begleiterscheinungen wie, Luft- und Wasserverschmutzung
sowie von Plattenbauten, geprägt.
Außerhalb der Industriegebiete verwöhnt
Asturien
mit einer der
schönsten europäischen Landschaften.
Im Gegensatz zur eleganten Provinzhauptstadt
Oviedo sind die typischen
asturianischen Dörfer einfach und bescheiden.
Der Fischfang ist eine weitere Erwerbsquelle der Asturianos,
somit ist Asturien ein Glücksfall für alle Fisch- und
Krustentieresser .
Asturien bietet eine reichhaltige Küche und dies für relativ
wenig Geld.
Das Landestypische Essen ist die Fabada, ein Bohneneintopf.
Diese mit Sidra (Apfelwein) eingenommen, dazu Dudelsackmusik
gespielt mit der Gaita, und man weis was die Asturianos am
meisten lieben.
Mit einwenig Glück - da der Zugang kontingentiert - kann man
Höhlengemälde aus vorgeschichtlicher Zeit, zum Beispiel in
Altamira, besichtigen.
Als einzigste spanische Region stand Asturien nie unter dem
Einfluß der Araber.
In Asturien gibt es deshalb
keine Bauwerke die vom arabischen Einfluß zeugen, dafür gibt
einige sehr gut erhaltene, 1000 Jahre alte, römische Bauwerke,
wie Kirchen und Brücken.
Der Befreiungskrieg gegen die Araber ging vom asturianischen
Covadonga aus; heute ein viel besuchtes Staatsheiligtum.
Für Fahrradfahrer ist die Fahrt zu den Seen oberhalb von
Covadonga, wegen der sehr steilen Anstiege, eine sportliche
Herausforderung.
Leider wird das Vergnügen vom vielen Ausflugsverkehr und von
Fahrern, die auf der schmalen steilen Strasse überfordert sind,
getrübt.
Trotz aller
Schönheit ist Asturien bislang weitgehend von internationalen
Tourismus verschont geblieben, wenn auch gewisse Bemühungen dies
zu ändern unverkennbar sind.
So werden aller Orts
Rutas oder Sendas eingerichtet die durch reizvolle
Landschaften führen. Häufig findet man auf ihren Wegen Bauten aus vorromanischer Zeit.
Während die Rutas mehr auf den Wanderer ausgerichtet sind -aber nicht unbedingt
sein müssen- sind die Sendas
auch mit dem Rad zu befahren. Die wichtigsten Sendas im Bereich von Oviedo sind
die Senda del Oso, die Senda Verde und die Sendas Costeras. Letztere führen
unzusammenhängend entlang der Küste.
Wer Touren sucht, die wenig anstrengend und durch schöne Gegenden führen, dem
empfehle ich die Senda del Oso von Caranga in Richtung Bárzana und die
Senda Verde von Trubia in Richtung Fuso del la Reina.
Gerade die Gegenden von Quiros und Riosa bieten auch dem ambitionierten Wanderer
und Radfahrer eine Vielzahl von Möglichkeiten ihre Vorlieben in einer -fast-
unberührten Natur auszuleben.
Für Pilgereisende nach Santiago de Compostela führen zwei Wege durch Asturien. Neben dem Camino del Norte, der unmittelbar an der Küstenlinie verläuft, führt der Camino Primitivo von Oviedo durch das Landesinnere nach Santiago. Der Camino Primitivo ist nachweislich der älteste Weg der Jakobspilger.
Für Fahrradfahrer bietet Asturien die besten Voraussetzungen.
Nachfolgend werde ich einige Touren für Renn-/ Tourenräder
beschreiben.
Leider sind mir für Mountainbiker keine längeren Trails
im Hochgebirge bekannt, obwohl es solche geben muss.
Literatur für Mountainbiketouren in
Asturien sind in den Liberiàs erhältlich.
Meine Rennradtouren beginnen im Großraum Oviedo.
Ich bitte
zu berücksichtigen, dass ich diese Beschreibungen nicht
professionell mache.
Teilweise sind die Kilometerangaben ausreichend genau geschätzt.
Da in
Nordspanien jede Ansiedlung mit mehr als zwei Häusern einen
Ortsnamen erhalten und die Spanier sich in der Wahl der Ortsnamen
wenig einfallen lassen, heißt jedes zweite Dorf La Vega,
Villanueva oder Agüeras.
Je nach Verleger der Strassenkarten findet man bestimmte
Ortsnamen oder auch nicht.
Teilweise findet man in den Karten oder auch auf den
Strassenschildern keine Ortsnamen sondern den Namen einer Region.
Deshalb ist es ratsam die hier vorgeschlagenen Touren vor Antritt
der Fahrt an Hand der eigenen Karten zu planen.
Wobei zu berücksichtigen ist, dass nicht alle asphaltierten
Strassen dargestellt sind oder umgekehrt Karren-/ Feldwege als
befestigte Strassen ausgewiesen sind.
Zudem kommt noch, dass die Nummerierungen der Provinzstrassen
(AS-xxx) neu organisiert werden. Somit sind die Angaben in den
Beschreibungen sowie in den Karten mit Vorsicht zu betrachten.
Dies hört sich etwas chaotisch an, ist es aber nicht, da die
o.g. Probleme nicht gehäuft auftreten.
Zum
Fotoalbum
Wer einen kleinen Film über
Asturien sehen will der klicke
hier. Er entspricht
nicht meiner Sicht von Asturien, aber was besseres habe ich nicht gefunden.
Gelungene Fotos der Europäischen-Berge (Picos de Europa) kann
hier als PowerPoint Präsentation
geladen werden.
Eine kleine Broschüre vom Ministerio de Tursimo
kann hier geladen
werden und eine recht gute PowerPoint Datei (PPS) hier.
Empfohlene
Links:
www.ondabrava.com
- eine schöne Albergue in einer
schönen Gegend.
www.asturien.net
-
Informationen über Asturien und der Möglichkeit dort einen Urlaub
zu verbringen .
http://www.arur.de
- "arur.de- Alles rund
ums Reisen. Der Treffpunkt für Weltenbummler.